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PMeV News November
Liebe Leserinnen und Leser,

der Bundesverband Professioneller Mobilfunk versteht sich als ein Netzwerk für sichere Kommunikation. Dieses Netzwerk haben wir auch in der ersten Jahreshälfte 2026 gepflegt und ausgebaut. Zu unserem ersten Jahresempfang durften wir im Palais Populaire in Berlin zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Ministerien, Bundesbehörden, Verbänden und Unternehmen als Gäste begrüßen. Thomas Jarzombek MdB, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Digitalisierung und Staatsmodernisierung, hielt eine Keynote zum Thema „5G-Campusnetze“.

Der Bedarf an hochverfügbaren und sicheren professionellen Kommunikationslösungen steigt stetig. Ein Indikator für diesen ist der hervorragende Buchungsstand der PMRExpo 2026, Europäische Leitmesse für sichere Kommunikation, die vom 24. bis zum 26. November in Köln stattfindet. Als Rechteinhaber und ideeller Träger der PMRExpo blickt der PMeV mit großer Freude auf die kommende Messe: Bereits fünf Monate vor dem Start sind 96 Prozent der Ausstellungsfläche des Vorjahres ausgebucht. Damit zeichnet sich für die PMRExpo ein neues Rekordjahr ab.

Als Verband greifen wir die wachsende Bedeutung von hochverfügbaren und sicheren professionellen Kommunikationslösungen auf und fördern durch die Erschließung neuer Themenfelder deren Weiterentwicklung:  So haben drei neue PMeV-Arbeitskreise zu den Themen private 5G-Campusnetze, Satellitenkommunikation sowie zivil-militärische Zusammenarbeit ihre Arbeit aufgenommen.

Ob GPEC in Leipzig, Critical Communications World in London, auf dem Innovationsforum Kopa 45 der BDBOS in Berlin oder im fachlichen Austausch mit der BNetzA – der PMeV hat auch in der ersten Jahreshälfte 2026 seinen intensiven Netzwerk-Dialog und Austausch mit Anwendern, Anbietern und Betreibern sicherheitskritischer Kommunikationssysteme fortgesetzt. Ein wichtiger fachlicher Meilenstein in diesem Jahr: Die BNetzA hat ihr Gesamtkonzept zum Frequenzbereich 410 - 470 MHz veröffentlicht und somit mehr Rechts- und Planungssicherheit im Markt geschaffen.

Auch die zweite Jahreshälfte 2026 verspricht eine spannende Zusammenarbeit im Netzwerk sichere Kommunikation. Wir halten Sie auf dem Laufenden und wünschen Ihnen eine schöne, erholsame Sommerzeit!

Ihr

Signatur Michael Rosenzweig

Michael Rosenzweig
PMeV-Geschäftsführer



Inhalt

Editorial: Michael Rosenzweig, PMeV-Geschäftsführer

PMeV Jahresempfang 2026 

PMRExpo 2026
Gastbeitrag von Johannes Schätzl MdB

Aus dem PMeV

PMeV im Dialog

Frequenzen & Regulatorik

PMeV in den Medien

Aktuelles aus dem Markt


Jahresempfang 2026: das PMeV-Netzwerk im Gespräch – Key Note Parlamentarischer Staatssekretär Thomas Jarzombek

Premiere am 15. April 2026 im Palais Populaire in Berlin: Erstmals lud der PMeV im Anschluss an seine Mitgliederversammlung zu einem Jahresempfang ein. Der Einladung des Verbandes waren rund 100 Gäste gefolgt: Vertreter der Bundesministerien für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) sowie des Innern (BMI), der Bundesanstalt für den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BDBOS), des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU), des Verbandes der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM), des Verbandes der Elektrotechnik Elektronik (VDE), Bundestagsabgeordnete sowie zahlreiche Vertreter der PMeV-Mitgliedsunternehmen. An diesem warmen und sonnigen Frühjahrestag trafen sich die Gäste auf der Terrasse des historischen Prinzessinnenpalais zum Austausch und Networking.
Fotos: Pavel Pass

PMeV-Vorstandsvorsitzender Bernhard Klinger begrüßte die Gäste im Palais in unmittelbarer Nachbarschaft zur Staatsoper Unter den Linden. In seiner Eröffnungsrede betonte er angesichts der globalen Krisen die essenzielle Rolle hochverfügbarer Kommunikationssysteme für die gesellschaftliche Resilienz. Zu den zentralen Aufgaben zählte er die Breitband-Weiterentwicklung des BOS-Digitalfunks sowie die Umsetzung von NIS-2 und dem KRITIS-Dachgesetz. Sein besonderer Gruß galt dem Keynote-Speaker des Empfangs: Thomas Jarzombek MdB, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung und somit einer der Top-Akteure im politischen Berlin in Sachen Digitalisierung, 5G-Campusnetze und mobile Kommunikation. Klinger nutzte die Gelegenheit für einen klaren Appell an die Politik, den Frequenzbereich für private 5G-Campusnetze dauerhaft zu sichern, und lobte das BMDS-Förderprogramm „InnoNT+“.

 
StS Thomas Jarzombek und PMeV-Vorsitzender des Vorstandes Bernhard Klinger | Foto: Pavel Pass
 

„Fan von Campusnetzen“
„Ich bin ein Fan von Campusnetzen“, bekannte der Parlamentarische Staatssekretär Jarzombek in seiner Ansprache vor Gästen und Mitgliedern des PMeV. Er betonte die internationale Vorreiterrolle Deutschlands bei der wirtschaftspolitischen und frequenzökonomischen Konzeptionierung von 5G-Campusnetzen: „Wir ertüchtigen alle, ihre Probleme selber zu lösen und haben Frequenzen ausschließlich für Campusnetze reserviert.“ Mit Blick auf die Umsetzung fügte er hinzu: „Ich würde mich freuen, wenn wir 5G-Campusnetze zu einer Erfolgsgeschichte machen könnten. Wir glauben an das Thema, brauchen aber messbare Ergebnisse“, gab sich der Staatssekretär gleichermaßen kämpferisch und mahnend. Zudem verwies er ausdrücklich auf das neue Förderprogramm für 5G-Campusnetze.
Fotos: Pavel Pass

Lassen Sie das Event noch einmal Revue passieren:
Unter diesem Link finden Sie die Bewegtbild-Impressionen unseres PMeV-Jahresempfangs 2026.


PMRExpo 2026

Fünf Monate vor Start: PMRExpo 2026 mit Höchstmarke beim Anmeldestand - aktuell 200 Aussteller angemeldet

Die PMRExpo steuert 2026 erneut auf ein Rekordjahr zu: Bereits fünf Monate vor Veranstaltungsbeginn haben mehr als 200 Aussteller ihre Teilnahme an der diesjährigen Europäischen Leitmesse für Sichere Kommunikation bestätigt. Somit sind für 2026 schon mehr als 96 Prozent der Ausstellungsfläche der PMRExpo 2025 gebucht. Auf Basis der bisherigen Entwicklung erwarten die Koelnmesse und der PMeV ein Wachstum von rund zehn Prozent.

„Einen vergleichbar hohen Buchungsstand fünf Monate vor Veranstaltungsbeginn gab es bislang noch nie“, sagt Alexander Wolff, Director der PMRExpo. „Vorstandsvorsitzender Bernhard Klinger unterstreicht: „Gerade vor dem Hintergrund geopolitischer Spannungen und der digitalen Transformation steigt der Bedarf an sicheren, hochverfügbaren Kommunikationslösungen stetig. Die PMRExpo bietet hierfür die zentrale Plattform für Innovation und den Dialog zwischen Industrie, Anwendern und Politik.“

25 Jahre PMRExpo

Mit der PMRExpo 2026 feiert die Veranstaltung ihr 25-jähriges Bestehen. Seit einem Vierteljahrhundert begleitet sie maßgeblich die Entwicklung der professionellen Kommunikation und hat sich zur Europäischen Leitmesse für sichere Kommunikation entwickelt. Von klassischen Funklösungen bis hin zu privaten 5G-Netzen, Leitstellen, digitalen Kommunikationsplattformen und Applikationen spiegelt die PMRExpo die technologische Entwicklung der einsatz- und geschäftskritischen Kommunikation wider und setzt wegbereitende Impulse für die Zukunft.  Als Denkfabrik und Innovationstreiber der Branche prägt sie den fachlichen Austausch und setzt kontinuierlich Impulse für technologische Innovationen und neue Anwendungsfelder.

Die PMRExpo 2026 findet vom 24. bis 26. November 2026 in Köln statt.




Sichere Netze für ein vernetztes Land – Weichenstellungen für Deutschlands digitale Zukunft

Die Entscheidung der Bundesnetzagentur zur Verlängerung zentraler Mobilfunkfrequenzen aus dem vergangenen Jahr war ein Meilenstein. Mit der Verlängerung der 800-, 1800- und 2600-MHz-Frequenzen bis 2030 wurden klare Ausbauverpflichtungen festgelegt und damit die Weichen für eine flächendeckende Versorgung gestellt: Bis spätestens 2030 müssen 99,5 Prozent der Fläche Deutschlands mit mindestens 50 Mbit/s versorgt sein. Ab 2029 gilt zudem in jedem Bundesland die Vorgabe, dass mindestens 99 Prozent der Haushalte in dünn besiedelten Gemeinden über mindestens 100 Mbit/s verfügen. Auch sämtliche Bundes-, Landes- und Kreisstraßen sowie zentrale Wasserstraßen sind in den Versorgungszielen enthalten.

Diese Entscheidung gibt den Netzbetreibern langfristige Planungssicherheit und setzt einen starken Impuls für den weiteren Ausbau. Deutschland will beim Mobilfunk nicht zurückfallen, sondern Tempo machen. Das ist ehrgeizig – aber erreichbar, wenn Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gemeinsam handeln. Denn leistungsfähige Netze sind die Grundlage für wirtschaftliche Dynamik, gesellschaftliche Teilhabe und staatliche Handlungsfähigkeit.

Gleichzeitig gilt: Es geht nicht allein um Geschwindigkeit. Entscheidend sind auch Sicherheit, Resilienz und Verlässlichkeit. Die geopolitischen Entwicklungen der letzten Jahre haben deutlich gemacht, wie verletzlich Kommunikationssysteme sind. Cyberangriffe, Sabotage und hybride Bedrohungen richten sich gezielt gegen Netze und Dienste. Ein Ausfall kann gravierende Folgen für Wirtschaft, Verwaltung oder Einsatzkräfte haben.

Genau hier leistet der PMeV mit seinen Mitgliedern einen unverzichtbaren Beitrag. Der Verband greift zentrale Zukunftsfragen auf: Wie gelingt der Übergang von schmalbandigen TETRA-Systemen zu breitbandigen Netzen für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben? Welche Rolle spielen Cloud-Dienste und Künstliche Intelligenz in der kritischen Kommunikation? Und wie stellen wir sicher, dass hochverfügbare Netze auch in Krisenzeiten zuverlässig bereitstehen?

Als Politik brauchen wir Input aus der Wirtschaft, Wissenschaft und von den Anwendern. Regulierung kann nur erfolgreich sein, wenn sie auf die Erfahrungen der Anwender und die Innovationskraft der Unternehmen baut. Dabei richten wir den Blick auch auf die nächsten Weichenstellungen: Im Koalitionsvertrag haben wir festgehalten, dass der Digitalfunk BOS eine bessere Finanzierung und einen eigenen UHF-Frequenzbereich erhält. Hier gilt es jedoch, die Interessen von BOS, Rundfunk und Mobilfunk in Einklang zu bringen – eine anspruchsvolle, aber notwendige Aufgabe.

Gemeinsam mit Partnern wie dem PMeV werden wir dafür sorgen, dass Deutschland über eine digitale Infrastruktur verfügt, die nicht nur leistungsfähig, sondern auch sicher, resilient und zukunftsfest ist – als verlässliche Grundlage für eine starke Wirtschaft, eine handlungsfähige Verwaltung und eine Gesellschaft, die auch in Krisenzeiten verlässlich vernetzt bleibt.

Der vorliegende Gastbeitrag wurde erstmals in den PMeV Insights 2025/2026 veröffentlicht.



Aus dem PMeV

Mitgliederversammlung 2026

Am 15. April 2026 kam der PMeV zu seiner diesjährigen ordentlichen Mitgliederversammlung zusammen.
Foto: Pavel Pass

Im Mittelpunkt standen die Berichte des Vorstands zum Geschäftsjahr 2025 sowie ein Rückblick auf die vielfältigen Verbandsaktivitäten. Ein besonderer Meilenstein war die positive Entwicklung der Mitgliederstruktur: Der Verband hat erfolgreich die Marke zu einer dreistelligen Mitgliederzahl geknackt.

Fotos: Pavel Pass

Weiterhin präsentierte der Vorstand den Mitgliedern strukturelle Neuerungen. Um den dynamischen Marktanforderungen optimal zu begegnen, stellt sich der PMeV in seine Verbandsaktivitäten künftig noch themenbasierter und agiler auf. Neue Impulse versprechen zudem strategische Initiativen wie ein wissenschaftlicher Beirat und ein eigener Innovation Award, die im Laufe des Jahres 2026/ 2027 implementiert werden sollen. Nach der ordnungsgemäßen Entlastung des Vorstands blickt das „Netzwerk Sichere Kommunikation“ hochmotiviert nach vorn.
Markus Seifter (PMeV-stv. Vorsitzender des Vorstandes), Thorsten Altemöller (PMeV-Vorstandsmitglied), Bernhard Klinger (PMeV-Vorsitzender des Vorstandes), Michael Rosenzweig (PMeV-Geschäftsführer) und Fabian Köslin (PMeV-Vorstandsmitglied) | Foto: Pavel Pass


Start der neuen PMeV-Arbeitskreise

Haben Sie als PMeV-Mitglied Interesse an einer Mitarbeit? Dann wenden Sie sich gerne an unser Verbandssekretariat (office@pmev.de). Wir laden Sie im Anschluss zu einer der kommenden Sitzungen der neuen Arbeitskreise ein. Sind Sie noch nicht Mitglied im PMeV? Sprechen Sie mit unserem Geschäftsführer über die Vorteile einer Mitgliedschaft (rosenzweig@pmev.de).

AK Private 5G-Campusnetze

Foto: PMeV

Der Arbeitskreis Private 5G-Campusnetze hat sich am 12. Juni 2026 konstituiert und seine Arbeit aufgenommen. Ziel des Arbeitskreises ist es, den fachlichen Austausch rund um private 5G-Campusnetze zu stärken und deren Rolle als tragende Säule professioneller breitbandiger Kommunikationslösungen weiter voranzubringen. Zum Leiter des Arbeitskreises wurde Thomas Höschele (CampusGenius) gewählt. Der neue AK sucht den Austausch mit Industrie, Anwendern und Forschung.

AK Satellitenkommunikation

Foto: PMeV

Am 29. Mai 2026 fand im digitalen Format die erste Sitzung des neuen Arbeitskreises Satellitenkommunikation statt. Der neue AK nahm eine fachliche Einordnung aktueller Entwicklungen im Bereich der Satellitenkommunikation vor und stellte erste Überlegungen zu möglichen Themenschwerpunkten und Arbeitsformaten an. Besonders intensiv wurde die Rolle satellitengestützter Kommunikationslösungen als ergänzender Resilienzbaustein diskutiert. Die Teilnehmer wählten Sascha Pomp (Eurocommand GmbH) zum Leiter.

AK Zivil-Militärische Zusammenarbeit 

Foto: PMeV

Am 28. Mai 2026 fand die zweite Sitzung des neuen Arbeitskreises Zivil-Militärische Zusammenarbeit (ZMZ) als hybride Veranstaltung statt. Im Mittelpunkt standen die fachliche Strukturierung des gemeinsamen Vorgehens sowie die Diskussion erster inhaltlicher Schwerpunkte für die künftige Arbeit des Arbeitskreises. Der große Zuspruch und die engagierte Diskussion zeigen: Das Thema ZMZ und insbesondere seine Kommunikationsaspekte sind im PMeV richtig verortet. Zum Leiter des Arbeitskreises wurde Dr. Stephan Gottwald (IABG) gewählt.




PMeV im Dialog

Auch abseits der Gremienarbeit zeigt der PMeV weiterhin starke Präsenz auf zahlreichen Branchenveranstaltungen. Ziel war es hierbei, die Positionen des Verbandes wirkungsvoll zu kommunizieren und den intensiven Dialog mit Stakeholdern aus Politik, Wirtschaft und den Mitgliedern fortzuführen. Unabhängig von diesen Events pflegte der Verband zudem den direkten Austausch im politischen Raum. In gezielten Gesprächen mit Vertretern von Ministerien, Behörden und Bundestagsabgeordneten wurde so der kontinuierliche und konstruktive Dialog zu relevanten Fachthemen weiter vertieft.


GPEC in Leipzig: Übergang von TETRA auf Breitband zentrale Aufgabe für Sicherheitsarchitektur Deutschlands

Am 21. Juni 2026 waren PMeV-Vorstandsvorsitzender Bernhard Klinger und Geschäftsführer Michael Rosenzweig zu Gast auf der GPEC (General Police Equipment Exhibition & Conference). Sie besuchten dort das 4. Forum Breitband der Bundesanstalt für den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BDBOS). Die Diskussionen haben erneut verdeutlicht: Der Übergang vom TETRA-basierten Digitalfunk hin zu breitbandigen einsatzkritischen Kommunikationslösungen ist eine der zentralen Zukunftsaufgaben für die Sicherheitsarchitektur Deutschlands.
Zugleich konnten sich die beiden PMeV-Vertreter auf der GPEC mit einer Vielzahl ihrer  Mitglieder austauschen und aktuelle Entwicklungen sowie Herausforderungen der sicheren und resilienten Kommunikation diskutieren.
Foto: PMeV

Zukunftsthema: Satellitenkommunikation für BOS
Innerhalb des ForumBreitband der BDBOS verliefen die Impulse und Paneldiskussionen zur Resilienz im Digitalfunk der nächsten Generation besonders spannend. Dabei wurde deutlich: Der Weg zum Digitalfunk der Zukunft gelingt nur im engen Austausch zwischen Anwendern, Behörden, Forschung und Industrie. Die Paneldiskussion rund um Satellitenkommunikation für die BOS hat gezeigt, welch hohe Bedeutung diesem Thema künftig zukommt. Umso wichtiger ist es, dass die Satellitenkommunikation auch im PMeV mit dem neugegründeten Arbeitskreis Satellitenkommunikation eine fachliche Heimat gefunden hat. Ein starkes Indiz für die fachliche Expertise innerhalb des PMeV war, dass drei der Panelteilnehmer aus dem Kreis der Verbandsmitglieder kamen.

Critical Communications World – Tero Pesonen neuer TCCA-Chairman
Auch auf der Critical Communications World 2026 (16. bis 18. Juni in London), der internationalen Messe mit Fokus auf die kritische Kommunikation, pflegte der PMeV sein nationales und internationales Netzwerk und den Dialog mit wichtigen Partnern.
Foto: PMeV

PMeV-Vorstandsvorsitzender Bernhard Klinger und Geschäftsführer Michael Rosenzweig nahmen während der Veranstaltung auch an der Mitgliederversammlung der TCCA-Critical Communications (TCCA) teil. Den PMeV verbindet mit dieser internationalen Organisation eine langjährige Partnerschaft. Zum neuen Chairman der TCCA wurde Tero Pesonen gewählt.  

Innovationsforum Kopa 45 der BDBOS
Vom 8. bis zum 10. Juni 2026 fand in Berlin das Innovationsforum Kopa der Bundesanstalt für den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BDBOS) statt. Diese Konferenzveranstaltung bildete den thematischen Abschluss des Programms KoPa 45 der BDBOS, gefördert aus Mitteln des Bundesministeriums des Innern (BMI), das im September 2026 ausläuft. Für den PMeV nahmen Vorstandsvorsitzender Bernhard Klinger und Geschäftsführer Michael Rosenzweig als Gäste teil.
Foto: PMeV

Breitbanddatenkommunikation für Sicherheits- und Rettungskräfte
Die drei Tage haben deutlich gemacht, wie die Breitbanddatenkommunikation für Sicherheits- und Rettungskräfte zunehmend Realität wird. Gemeinsam mit Industrie und Forschung wurden innovative Lösungen für den Digitalfunk der nächsten Generation vorgestellt, diskutiert und Zukunftsperspektiven aufgezeigt. Das Förderprogramm KoPa 45 hat bewiesen, wie Innovationen für einsatzkritische Kommunikation vorangebracht werden können. Dies zeigt, wie wichtig das Förderprogramm für die Breitbandtransformation des Digitalfunks der BOS sowie für die Zukunft resilienter Kommunikationsstrukturen in Deutschland ist.
Foto: PMeV

Eine Vielzahl der vorgestellten Projekte konnte unter maßgeblicher Beteiligung von PMeV-Mitgliedsunternehmen erfolgreich umgesetzt werden.
Aus Sicht des PMeV erscheint es wichtig, auch künftig vergleichbare oder weiterführende Förderprogramme aufzulegen.

PMeV-Fachgespräch mit Joachim Ebmeyer (MdB)
PMeV-Vorstandsvorsitzender Bernhard Klinger und Geschäftsführer Michael Rosenzweig haben am 1. April 2026 mit Joachim Ebmeyer MdB (CDU) ein Fachgespräch zu zentralen Themen aus dem Umfeld der einsatz- und geschäftskritischen Kommunikation geführt – darunter 5G-Campusnetze, BOS-Digitalfunk, Multitechnologiekonvergenz, zivilmilitärische Zusammenarbeit sowie Frequenzpolitik.
Michael Rosenzweig (PMeV-Geschäftsführer), Joachim Ebmeyer (MdB) und Bernhard Klinger (PMeV-Vorsitzender des Vorstandes) | Foto: PMeV

Joachim Ebmeyer ist Berichterstatter zu diesen Themen im Bundestagsausschuss für Digitales und Staatsmodernisierung.

Arbeitsgespräch PMeV - BNetzA
Foto: KI-generiert

Am 19. Mai 2026 fand ein Arbeitstreffen des PMeV mit Vertretern des Referates 226 (Richtfunk, Campusnetze, Flug- und Seefunk) der BNetzA  im Berliner Hauptstadtbüro des PMeV statt. Referatsleiterin Mandy Sommer, Meik Gawron und für den PMeV Bernhard Klinger, Michael Rosenzweig und Dr. Klaus Hütten erörterten u.a. die aktuellen Themen der Frequenzvergabe, zugeteilter Frequenzen sowie perspektivisch nutzbarer Frequenzen für Campusnetze. Weitere regelmäßige Konsultationen, auch unter Beteiligung von weiteren Mitgliedsunternehmen des PMeV wurden vereinbart.


Frequenzen & Regulatorik
Foto: Pixabay

BNetzA hat Gesamtkonzept zum Frequenzbereich 410 - 470 MHz veröffentlicht

Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat im Juni 2026 ihr Gesamtkonzept 410-470 MHz veröffentlicht und vorgestellt. Ziel der BNetzA ist es, dem Markt Rechts- und Planungssicherheit für die Frequenznutzungen zu geben und Änderungen in einem objektiven, transparenten und diskriminierungsfreien Verfahren vorzunehmen. Damit soll unter anderem eine langfristig effiziente, störungsfreie und bedarfsgerechte Nutzung des Frequenzspektrums sichergestellt werden, die sowohl den technologischen Fortschritt als auch den Schutz bestehender Anwendungen in den Blick nimmt. Das Gesamtkonzept bildet die Grundlage für die zukünftige Widmung und Bereitstellung der Frequenzen im Bereich 410 - 470 MHz.

Der Frequenzbereich 410 – 470 MHz ist nach der Frequenzverordnung überwiegend den Primärnutzungen "Mobilfunkdienst" bzw. "Mobiler Landfunkdienst“ mit folgenden unterschiedlichen  Funkdiensten zugewiesen:

  • drahtloser Netzzugang im Bereich 450 MHz
  • öffentlicher Funkruf
  • nichtöffentlicher mobiler Landfunk
  • Funkanwendungen der Eisenbahnen unterhalb 800 MHz sowie
  • allgemeine und spezialisierte Funkanwendungen der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS)

Zunehmender Bedarf an breitbandigen Kommunikationslösungen

Wie auch vom PMeV gefordert, hat die BNetzA eine umfassende Betrachtung der Vielzahl unterschiedlicher Nutzungen und der damit verbundenen konkurrierenden Frequenzbedarfe im gesamten Frequenzbereich vorgenommen. Nach ersten Überlegungen im Frühjahr 2025, die zur öffentlichen Konsultation veröffentlicht worden waren, gingen 86 Stellungnahmen aus dem Markt ein. Nach deren Auswertungen wurden ergänzende Konsultationen zur Ermittlung der relevanten Sachverhalte im Sommer 2025 erforderlich. Die Stellungnahmen bestätigen einen zunehmenden Bedarf an breitbandigen Kommunikationslösungen – insbesondere zur Versorgung kritischer Infrastrukturen, aber auch Bedarfe zur Nutzung bestehender schmalbandiger Anwendungen für diverse Anwendungen wie z.B. der öffentliche Funkruf.

BNetzA: Neuordnung des Frequenzbereichs 410 – 470 MHz erforderlich

Die BNetzA ist zu dem Ergebnis gekommen, dass eine teilweise Neuordnung des Frequenzbereichs 410 - 470 MHz erforderlich ist.

Im Wesentlichen ist Folgendes beabsichtigt:

  • für den drahtlosen Netzzugang im Bereich 450 MHz ab 2033 das Spektrum zu erweitern
  • für den öffentlichen Funkruf ab 2033 das Spektrum zu reduzieren
  • für die Funkanwendungen der Eisenbahnen unterhalb 800 MHz ab 2036 das Spektrum zu reduzieren
  • für den nichtöffentlichen mobilen Landfunk ab 2033 das Spektrum anzupassen
  • bei den anderen betrachteten Funkdiensten und Frequenznutzern hinsichtlich des Spektrums keine Änderungen vorzunehmen.

Das Gesamtkonzept wird bei der künftigen Anpassung des Frequenzplans sowie bei weiteren Maßnahmen im Bereich der Frequenzwidmung und Frequenzzuteilung berücksichtigt. Die inhaltliche Umsetzung des Gesamtkonzepts erfolgt demnach zu unterschiedlichen Zeitpunkten und in unterschiedlichen Verwaltungsverfahren.

PMeV: BNetzA schafft ausreichende Rechts- und Planungssicherheit für Marktteilnehmer

Nach Auffassung des PMeV ist es der BNetzA mit dem vorliegenden Gesamtkonzept gelungen, eine ausreichende Rechts- und Planungssicherheit für die Marktteilnehmer des Professionellen Mobilfunks in Deutschland bis 2032 zu schaffen. Die entsprechenden Verwaltungsverfahren werden auch unter Mitwirkung des PMeV in den kommenden Jahren gestaltet. Die Weltfunkkonferenz 2027 (WRC2027) wird gegebenenfalls weitere Impulse setzen.

Quellen:

Gesamtkonzept 410 - 470 MHz

Erste Überlegungen für ein Gesamtkonzept 410 – 470 MHz

Ergänzende Konsultation zu den Ersten Überlegungen für ein Gesamtkonzept 410 - 470 MHz


KRITIS-Dachgesetz: ein überfälliger Schritt

Das KRITIS-Dachgesetz (KRITISDachG) ist seit März 2026 in Kraft. Es schafft erstmals einen sektorenübergreifenden Rechtsrahmen für die Resilienz kritischer Infrastrukturen in Deutschland: Nun werden für alle KRITIS-Sektoren bundeseinheitlich Mindeststandards unter Beachtung aller möglichen Gefahrensituationen wie Naturereignisse, technische Ausfälle, Sabotage, Terror, hybride Bedrohungen u.a. festgelegt. Betrachtet wird nunmehr auch eine ganzheitliche Betriebsresilienz - also Cyber-Sicherheit, physische und organisatorische Resilienz von Betreibern kritischer Infrastrukturen.

Meldepflicht gegenüber Aufsichtsbehörden und Ländern

Die Unternehmen müssen – sofern es sich um KRITIS mit hoher Versorgungsrelevanz handelt und sie mehr als 500.000 Personen versorgen – verpflichtend ihre Unternehmensrisiken identifizieren, Resilienz- und Notfallpläne erstellen und die entsprechenden technischen, organisatorischen und physischen Schutzmaßnahmen umsetzen. Gegenüber festgelegten Aufsichtsbehörden (u.a. Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) und den Bundesländern müssen Störungen und Vorfälle ebenso verpflichtend gemeldet werden. Krisenkommunikation - ob intern oder extern - wird als kritischer Bestandteil der Resilienz bewertet. Redundante Kommunikationswege, Lage- und Informationsfähigkeit sowie die Abstimmung mit betroffenen Behörden werden vorausgesetzt.

Redundante und höchst ausfallsichere Kommunikation erforderlich

Kommunikation wandelt sich vom IT-Thema zur systemkritischen Betriebsfunktion. Das bedeutet: KRITIS-Betreiber brauchen redundante und ausfallsichere Kommunikationssysteme, funktionale Schnittstellen zu Kommunikationssystemen anderer Sektoren, z. B. der Behörden, aber auch entsprechende organisatorische Pläne für den Krisenfall.



PMeV und PMR in den Medien
News SymbolbildFoto: Pixabay

Der PMeV erfährt stetig eine sehr gute Resonanz auf seine Pressearbeit. Nachstehend eine Auswahl von Veröffentlichungen:


Thema: Deutschland investiert in Sicherheit und Resilienz. Mehr Mittel für einsatzkritische Kommunikation

Crisis Prevention 02/2026

Thema: PMeV gründet Arbeitskreis zivil militärische Zusammenarbeit

logistik-heute.de

Eüropäische Sicherheit & Technik

Thema: PMeV unterstützt EU-Initiative für Kritische Kommunikation
git-sicherheit.de

CPM Security Network                                                                                                 



pei tel: pei tel macht den Funkgerätewechsel einfach und sicher | Anlage

Frequentis: FREQUENTIS für Drohnen-Luftlagebild im unteren Luftraum und militärische UTM-Fähigkeit der Bundeswehr ausgezeichnet | Anlage

E*Message:  Nach dem Winter ist vor dem Winter: Kommunen und kommunale Dienstleister setzen auf e*Message für einen effizienten Winterdienst | Anlage

Frequentis: Starkes Wachstum bei Umsatz, Ergebnis und Jobs | Anlage

HMF: HMF stellt technologische Führung neu auf | Anlage

HMF: HMF launcht neue DIB-R6 SMART TETRA Outdoor-Basisstation auf der CCW 2026 | Anlage

pei tel: pei tel zeigt Kommunikationslösung für extreme Bedingungen | Anlage


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Bundesverband Professioneller Mobilfunk e.V. (PMeV)
Vorsitzender: HMF Smart Solutions GmbH, Bernhard Klinger
Schönhauser Allee 10-11
10119 Berlin
Deutschland

info@pmev.de
www.pmev.de

Kontakt:
Bundesverband Professioneller Mobilfunk e.V.
Michael Rosenzweig
– Geschäftsführer –
Uhlandstraße 20-25
D-10623 Berlin
Tel.: (030) 98510928
E-Mail: rosenzweig@pmev.de

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Amtsgerichtsplatz 1
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